Ursache für chronische Abszesse und OP Wunden

Ursachen für Abszesse können z.B. eine Operation, ein Fremdkörper oder eine Abwehrschwäche sein. Wenn der Grund von einem Erreger ausgeht, so spricht man am häufigsten von dem Bakterium Staphylokokkus aureus. Diese Bakterien können mit einer Phagentherapie behandelt werden. Auch bei den OP-Wunden kommen überwiegend Wundheilungsstörungen vor, weil die Bakterien Staphylokokkus aureus und Staphylokokkus epidermis in das Wundgebiet eintreten.Die wichtigste Handlung, um postoperative Wundinfektionen zu vermeiden, ist es daher, die Hygienemaßnahmen einzuhalten.

Bei einem Abszess spricht man von einer Eitersammlung im Gewebe, die im gesamten Körper auftreten kann. Die Krankheitserreger dringen in den Körper ein und bekämpfen so das Immunsystem des Betroffenen; dies löst nachfolgend eine Entzündungsreaktion aus. Hingegen sind OP-Wunden künstlich herbeigeführte Wunden, die bei Operationen entstehen. Prinzipiell heilen sie von alleine ab.

Symptome und Therapie bei Abszesse und OP Wunden

Ein Abszess geht immer mit Spannungsgefühl bzw. Schmerz, Rötung, Schwellung, Fieber und Schüttelfrost einher. Man muss das Geschwür (manchmal auch mittels OP) eröffnen und danach entleeren bzw. ausräumen. Zusätzlich wird der Betroffene mit Antibiotika behandelt.

Phagentherapie bei Abszessen und OP-Wunden

Die Phagentherapie wird in Osteuropa zur Behandlung von Abszessen und OP-Wunden angewendet. Vor allem Betroffene, die bereits eine Antibiotikaunverträglichkeit aufweisen, profitieren von dieser Therapie. Antibiotika und Bakteriophagen werden aber auch kombiniert eingesetzt!

Die am meisten verkaufte Phagen Mixtur enthält Phagen die folgenden Bakterien lysieren bzw töten:

  • Streptococcus pyogenes
  • Staphyloccus aureus
  • Escherichia coli
  • Pseudomonas aeruginosa
  • Proteus vulgaris
  • Proteus mirabilis

Wie oben erwähnt, werden Abszesse und nicht heilende OP-Wunden vorwiegend vom Bakterium Staphylokokkus aureus verursacht. Aus diesem Grund wird diese Phagen-Mixtur für diese Wunden angewendet.

Ablauf einer Phagentherapie bei chronischen Abszessen und OP-Wunden

Der Phagentherapie geht meist eine Diagnostik voraus, um den krankheitsverursachenden Keim zu bestimmen.
Die Bakteriophagen können nur dann ihre Wirksamkeit entfalten, wenn das entsprechende Wirts-Bakterium vorhanden ist.

Die Behandlung mit den Bakteriophagen wird jedoch meist sofort gestartet. Damit wird die Zeit überbrückt bis das Ergebnis der Diagnostik vorliegt. Da Bakteriophagen keine Nebenwirkungen haben, ist diese Vorgehensweise unbedenklich.

Die Wunde wird mit einer physiologischen Kochsalzlösung gereinigt und der Eiter entfernt. Anschließend wird die Wunde mit der Bakteriophagen-Mixtur gespült. Die Spülmenge richtet sich nach der Größe der Wunde. Es soll die gleiche Menge an Bakteriophagen in die Wunde gefüllt werden wie Eiter entnommen worden ist. Meist sind da ca 5-20ml. Die Wundauflage für den Wundverschluss wird ebenfalls mit der Bakteriophagen-Mixtur getränkt. Diese Behandlung wird 1 mal pro Tag durchgeführt. Die Behandlungszeit beträgt in der Regel 10 Tage.

Während der Phagentherapie dürfen keine Mittel verwendet werden, die Bakteriophagen abtöten können wie zum Beispiel Silbersalben / Zink usw.

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