Ursache für eine Mittelohrentzündung

Eine Mittelohrentzündung entsteht meist in Folge einer Erkältung, welche sich über den Nasen-Rachen-Raum über die Ohrtrompete in das Mittelohr ausbreitet. Die Schleimhaut schwillt in der Ohrtrompete an, das Innenohr wird nicht mehr belüftet und so können sich die Erreger vermehren. Es ist auch möglich, dass die Keime direkt durch das defekte Trommelfell dorthin gelangen; in etwa durch die Handhabung von Wattestäbchen. Die Bakterien, die am häufigsten bei einer Otitis media auftreten, sind u.a. Streptokokkus pneumoniae, Streptokokkus pyogenes und Staphylokkokus aureus. Diese Bakterien können mit einer Phagentherapie oder Antibiotika behandelt werden.

Symptome und Therapie bei Mittelohrentzündung

Die meisten Betroffenen klagen über ein allgemeines Krankheitsgefühl. Außerdem entsteht durch die Schleimhautschwellung ein starkes Druckgefühl im Ohr. Daraus ergibt sich meist eine Hörminderung. Es kann sein, dass sich Sekret hinter dem Trommelfell befindet, das bei dessen Einreißen aus dem Ohr tritt; die Ohrenschmerzen werden dadurch oft erträglicher.

Phagentherapie bei Mittelohrentzündung

Die Phagentherapie wird in Osteuropa zur Behandlung von Mittelohrentzündungen angewendet. Vor allem Betroffene, die bereits eine Antibiotikaunverträglichkeit aufweisen, profitieren von dieser Therapie. Antibiotika und Bakteriophagen werden aber auch kombiniert eingesetzt!

Die am meisten verkaufte Phagen Mixtur enthält Phagen die folgenden Bakterien lysieren bzw töten:

  • Streptococcus pyogenes
  • Staphyloccus aureus
  • Escherichia coli
  • Pseudomonas aeruginosa
  • Proteus vulgaris
  • Proteus mirabilis

Wie oben erwähnt, wird eine Mittelohrentzündung media vorwiegend von den Bakterien Streptococcus pyogenes und Staphylokokkus aureus verursacht. Aus diesem Grund wird diese Pagen-Mixtur für Mittelohrentzündungen angewendet. Das Phagenpräparat tötet die pathogenen Keime ab, lässt die nützliche Flora im Ohr aber dennoch unberührt.

Phagentherapie bei Mittelohrentzündung

Ablauf einer Phagentherapie bei Mittelohrentzündung

Der Phagentherapie geht meist eine Diagnostik voraus, um den krankheitsverursachenden Keim zu bestimmen.
Die Bakteriophagen können nur dann ihre Wirksamkeit entfalten, wenn das entsprechende Wirts-Bakterium vorhanden ist.

Die Behandlung mit den Bakteriophagen wird jedoch meist sofort gestartet. Damit wird die Zeit überbrückt bis das Ergebnis der Diagnostik vorliegt. Da Bakteriophagen keine Nebenwirkungen haben, ist diese Vorgehensweise unbedenklich.

Dabei wird ca 0,5ml in den Gehörgang gefüllt. Der Vorgang wird 2-3 mal täglich wiederholt. Die Behandlungszeit dauert in der Regel 5-10 Tage.