Ursache für Nasennebenhöhlenentzündung

Die Nasennebenhöhlenentzündung tritt meist im Rahmen eines grippalen Infektes auf. Diese Inflammation kann durch Viren oder Bakterien verursacht werden. Sollte es durch letzteres herbeigeführt worden sein, sind oft die Erreger Staphylococcus aureus, verschiedene Enteroba-ceriaceae und seltener Pseudomonas aeruginosa schuld. Diese Bakterien können mit einer Phagentherapie behandelt werden.

Symptome und Therapie bei Nasennebenhöhlenentzündung

Die Entzündung geht meist mit starken Kopfschmerzen einher. Außerdem leidet der Betroffenen unter einer verstopften Nase, einem eingeschränkten Geruchssinn und einem allgemeinen Krankheitsgefühl.

Die Therapie richtet sich nach der Art der Infektion. Bei viralen Entzündungen wird zum Abschwellen der Nasenschleimhaut eine Inhalation mit Dämpfen empfohlen. Außerdem ist eine Nasenspülung mit Salzlösungen ratsam. Betroffene verwenden überdies gerne ein abschwellendes Nasenspray.

Phagentherapie bei Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)

Die Phagentherapie wird in Osteuropa zur Behandlung der Nasennebenhöhlenentzündung angewendet. Vor allem Betroffene, die bereits eine Antibiotikaunverträglichkeit aufweisen, profitieren von dieser Therapie. Antibiotika und Bakteriophagen werden aber auch kombiniert eingesetzt!

Die am meisten verkaufte Phagen Mixtur enthält Phagen die folgenden Bakterien lysieren bzw töten:

  • Streptococcus pyogenes
  • Staphyloccus aureus
  • Escherichia coli
  • Pseudomonas aeruginosa
  • Proteus vulgaris
  • Proteus mirabilis

Wie oben erwähnt, wird eine Nasennebenhöhlenentzündung vorwiegend von dem Bakterium Staphylococcus aureus verursacht. Aus diesem Grund wird diese Phagen-Mixtur für diese Entzündungen verwendet. Das Phagenpräparat tötet die pathogenen Keime ab, lässt die nützliche Flora im Nasen-Rachen-Bereich aber dennoch unberührt.

Phagentherapie bei Nasennebenhöhlenentzündung

Ablauf einer Phagentherapie bei Nasennebenhöhlenentzündung

Der Phagentherapie geht meist eine Diagnostik voraus, um den krankheitsverursachenden Keim zu bestimmen.
Die Bakteriophagen können nur dann ihre Wirksamkeit entfalten, wenn das entsprechende Wirts-Bakterium vorhanden ist.

Die Behandlung mit den Bakteriophagen wird jedoch meist sofort gestartet. Damit wird die Zeit überbrückt bis das Ergebnis der Diagnostik vorliegt. Da Bakteriophagen keine Nebenwirkungen haben, ist diese Vorgehensweise unbedenklich.

Die Nase wird vor der Anwendung gereinigt. Für die Nasensäuberung wird die Mixtur mit abgekochtem und auf Raumtemperatur abgekühltem Wasser im Verhältnis 1:3 verdünnt (10 ml Phagenmischung, 30 ml Wasser). Die Nase wird mit der Mixture gespült. Der Vorgang wird 2-3 mal täglich wiederholt. Die Behandlungszeit dauert in der Regel 5-10 Tage