Ursache für Osteomyelitis oder Knochenentzündung (Osteitis )

Ursachen sind in den meisten Fällen offene Knochenbrüche und Operationen am Skelett, die zur Kontamination mit Bakterien führen. Die Einschwemmung von Erregern über den Blutweg oder die Fortleitung eines benachbarten Infektionsherdes sind aufgrund der besonderen Durchblutungssituation in der noch nicht verschlossenen Wachstumsfuge Auslöser vor allem der akuten Osteomyelitis im Kindesalter.

Neben bakteriellen Osteomyelitiden treten in seltenen Fällen auch solche auf, die von Pilzen und Viren verursacht sind. Die akute Erkrankung kann bei unangemessener Therapie chronisch werden und zu sehr langwierigen Verläufen führen. Die Therapie ist fast immer chirurgisch-operativ.

Symptome und Therapie bei Osteomyelitis oder Knochenentzündung (Osteitis )

Bei einer Knochenentzündung steht die bakterielle Infektion im Vordergrund. Die meisten Betroffenen fühlen sich schlapp und müde und leiden an allgemeinem Unwohlsein sowie Fieber. Nach wenigen Tagen kommt es dann zu ersten Gelenk- und Gliederschmerzen; äußere Anzeichen der Entzündung sind am Anfang noch nicht zu erkennen. Erst nach einigen Tagen schwellen betroffene Gebiete an. Von außen ist eine deutliche Erwärmung zu spüren.

Staphylococcus aureus und Koagulase-negative Staphylokokken finden sich in etwa 75 % als Ursache einer chronischen Knochenentzündung. In abnehmender Häufigkeit und in Abhängigkeit der Disposition lassen sich Streptokokken, gramnegative Erreger (Enterobakterien, Pseudomonaden) und Anaerobier nachweisen, selten sind Mykobakterien und Pilze.

Phagentherapie beim Osteomyelitis oder Knochenentzündung (Osteitis )

Die Phagentherapie wird in Osteuropa zur Behandlung einer Knochenentzündung angewendet. Vor allem Betroffene, die bereits eine Antibiotikaunverträglichkeit aufweisen, profitieren von dieser Therapie. Antibiotika und Bakteriophagen werden aber auch kombiniert eingesetzt!

Die am meisten verkaufte Phagen-Cocktail enthält Phagen die folgenden Bakterien lysieren bzw töten:

  • Streptococcus pyogenes
  • Staphyloccus aureus
  • Escherichia coli
  • Pseudomonas aeruginosa
  • Proteus vulgaris
  • Proteus mirabilis

Wie oben erwähnt, wird eine Knochenentzündung vorwiegend von Staphylokokkus aureus verursacht.  Aus diesem Grund wird diese Phagen-Cocktail für diesen Infekt verwendet.

Ablauf einer Phagentherapie bei Knochenentzündung oder Osteomyelitis (Osteitis )

Der Phagentherapie geht meist eine Diagnostik voraus, um den krankheitsverursachenden Keim zu bestimmen.
Die Bakteriophagen können nur dann ihre Wirksamkeit entfalten, wenn das entsprechende Wirts-Bakterium vorhanden ist.

Die Behandlung mit den Bakteriophagen wird jedoch meist sofort gestartet. Damit wird die Zeit überbrückt bis das Ergebnis der Diagnostik vorliegt. Da Bakteriophagen keine Nebenwirkungen haben, ist diese Vorgehensweise unbedenklich.

Da der Infektionsherd nicht zugänglich ist erfolgt die Behandlung oral.

Der Phagen-Cocktail wird 2x täglich eine Stunde vor der Mahlzeit oral eingenommen.

Dabei nehmen Kindern von 1 bis 3 Jahren eine Dosis von 2x 10ml täglich, Kindern von 3-8 Jahren 2x 15ml täglich und Kinder ab 8 Jahren und Erwachsene 2x 20ml täglich oral ein

Die Anwendungsdauer beträgt ca 14 Tage.

Weiters wird ein Glas Wasser (250ml), in dem 1/2 Teelöffel Natriumhydrogencarbonat (Speisenatron) aufgelöst wurden, jeweils morgens ca 30 min vor der Einnahme des Phagencocktails, getrunken (Beziehungsweise lt Herstellerangaben des Speisenatron). Damit wird der ph-Wert des Magens reduziert um die Überlebensrate der Phagen auf dem Weg zum Infektionsherd zu erhöhen.

Studien zur Behandlung von Knochenentzündung oder Osteomyelitis

Anwendungsbericht: Behandlung von Osteomyelitis (Staphylokokken) mit Bakteriophagen

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