Ursache für eine gestörte Darmflora – Dysbiose

Die Dysbiose, eine Dysbakterie, bezeichnet ein Ungleichgewicht der Darmflora. Die Bakteriengemeinschaft kann durch übermäßigen Alkoholkonsum, Medikamente wie Antibiotika und Cortison oder Fehlernährung gestört sein. Zur schädlichen Fremdflora gehören z. B. die Fäulnisbakterien der Spezies Proteus, Klebsiella, Pseudomonas, Sarcina, auch Hefen wie Candida albicans, Candida crusei, Candida glabrata, Candida tropicalis sowie Schimmelpilze wie Aspergillus fumigatus und pathogene Vertreter von Colibakterien

Symptome und Therapie bei bestörter Darmflora

Typische Symptome sind starke Blähungen, Anfälligkeit für Infekte (Schwächung des Immunsystems), Heißhungerattacken (besonders auf Süßes), permanenter weißer Belag auf der Zunge

Der häufigste Auslöser sind z. B. die Fäulnisbakterien der Spezies Proteus, Klebsiella, Pseudomonas. Diese Bakterien können mit Bakteriophagen behandelt werden.

Phagentherapie beim einer gestörte Darmflora – Dysbiose

Die Phagentherapie wird in Osteuropa zur Behandlung einer durch Bakterien verursachten gestörten Darmflora angewendet. Vor allem Betroffene, die bereits eine Antibiotikaunverträglichkeit aufweisen, profitieren von dieser Therapie. Antibiotika und Bakteriophagen werden aber auch kombiniert eingesetzt!

Dies wird z.B. bei Menschen mit einem geschwächtem Immunsystem oder Allergien angewandt, da sie ein erhöhtes Risiko besitzen, erneut an einem Infekt zu erkranken.

Die am meisten verkaufte Phagen Mixtur enthält Phagen die folgenden Bakterien lysieren bzw töten:

  • Streptococcus pyogenes
  • Staphyloccus aureus
  • Escherichia coli
  • Pseudomonas aeruginosa
  • Proteus vulgaris
  • Proteus mirabilis

Wie oben erwähnt, sind z. B. die Fäulnisbakterien der Spezies Proteus, Klebsiella, Pseudomonas Verursacher der gestörten Darmflora. Diese Bakterien können mit Bakteriophagen behandelt werden.

Sollten andere Ursachen wie zum Beispiel Hefen oder Schimmelpilze vorliegen, können diese nicht mit Bakteriophagen behandelt werden.
Bakteriophagen greifen nur Bakterien an!

Ablauf einer Phagentherapie bei einer gestörten Darmflora – Dysbiose

Der Phagentherapie geht meist eine Diagnostik voraus, um den krankheitsverursachenden Keim zu bestimmen.
Die Bakteriophagen können nur dann ihre Wirksamkeit entfalten, wenn das entsprechende Wirts-Bakterium vorhanden ist.

Die Behandlung mit den Bakteriophagen wird jedoch meist sofort gestartet. Damit wird die Zeit überbrückt bis das Ergebnis der Diagnostik vorliegt. Da Bakteriophagen keine Nebenwirkungen haben, ist diese Vorgehensweise unbedenklich.

Die Bakteriophagenmischung wird 2x täglich eine Stunde vor der Mahlzeit oral eingenommen.

Dabei nehmen Kindern von 1 bis 3 Jahren eine Dosis von 2x 10ml täglich, Kindern von 3-8 Jahren 2x 15ml täglich und Kinder ab 8 Jahren und Erwachsene 2x 20ml täglich oral ein

Die Anwendungsdauer beträgt ca 5-8 Tage.

Während der Behandlung wird auf eine alkalische Diät geachtet und viel Wasser getrunken (ca 2L/Tag).
Weiters wird ein Glas Wasser (100ml), in dem 1 Teelöffel Natriumhydrogencarbonat (Speisenatron) aufgelöst wurden, jeweils morgens, getrunken. Damit wird der ph-Wert des Magens reduziert um die Überlebensrate der Phagen zu erhöhen.