Ursache für Mukoviszidose – zystische Fibrose (CF)

Mukoviszidose, auch zystische Fibrose (CF) genannt, ist eine vererbbare Stoffwechselstörung. Die Krankheit führt zu chronischen Entzündungen der Atemwege durch Infektionen mit Bakterien und zu Verdauungsstörungen aufgrund einer Unterfunktion der Bauchspeicheldrüse. Auch andere Organsysteme wie Leber, Schweißdrüsen und Fortpflanzungsorgane sind häufig betroffen.

Symptome und Therapie bei Mukoviszidose

Bei Mukoviszidosepatienten ist der Schleim in den Bronchien deutlich zähflüssiger als bei gesunden Menschen.
Dies führt zu chronischem Husten, Bronchiektasien, häufig wiederkehrenden Lungeninfekten und schweren Lungenentzündungen.
Das zähe Sekret kann vom Flimmerepithel der Luftröhre und der Bronchien nur schwer abtransportiert werden.
Daher stellt es ein gutes Nährmedium für Krankheitserreger wie Staphylococcus aureus, vor allem in den ersten Jahren der Erkrankung,
und im weiteren Verlauf Pseudomonas aeruginosa, dar.

Phagentherapie bei Mukoviszidose – zystische Fibrose

Die Phagentherapie wird in Osteuropa zur Behandlung von Mukoviszidose, auch zystische Fibrose angewendet. Vor allem Betroffene, die bereits eine Antibiotikaunverträglichkeit aufweisen, profitieren von dieser Therapie. Antibiotika und Bakteriophagen werden aber auch kombiniert eingesetzt!

Die am meisten verkaufte Phagen Mixtur enthält Phagen die folgenden Bakterien lysieren bzw töten:

  • Streptococcus pyogenes
  • Staphyloccus aureus
  • Escherichia coli
  • Pseudomonas aeruginosa
  • Proteus vulgaris
  • Proteus mirabilis

Wie oben erwähnt, ist bei Mukoviszidose die Lunge häufig mit Staphylococcus aureus bzw Pseudomonas aeruginosa befallen. Aus diesem Grund wird diese Phagen-Mixtur bei Mukoviszidose angewendet.

Mukoviszidos - Lunge

Ablauf einer Phagentherapie bei Mukoviszidose Zystische Fibrose

Der Phagentherapie geht meist eine Diagnostik voraus, um den krankheitsverursachenden Keim zu bestimmen.
Die Bakteriophagen können nur dann ihre Wirksamkeit entfalten, wenn das entsprechende Wirts-Bakterium vorhanden ist.

Die Behandlung mit den Bakteriophagen wird jedoch meist sofort gestartet. Damit wird die Zeit überbrückt bis das Ergebnis der Diagnostik vorliegt. Da Bakteriophagen keine Nebenwirkungen haben, ist diese Vorgehensweise unbedenklich.

Dabei wird ca 5ml der Phagenmischung unverdünnt mit Hilfe eines Inhalator 2-3 mal pro Tag inhaliert.

Darüber hinaus wird der Nasenbereich mit Phagen behandelt. Die Nase wird vor der Anwendung gereinigt. Für die Nasensäuberung wird die Mixtur mit abgekochtem und auf Raumtemperatur abgekühltem Wasser im Verhältnis 1:3 verdünnt (10 ml Phagenmischung, 30 ml Wasser). Die Nase wird mit der Mixture gespült. Danach wird ein Schlinggazetupfer mit der Bakteriophagenmischung getränkt und in der Nasenhöhle positioniert und für eine Stunde dort belassen. Der Vorgang wird 1 mal täglich wiederholt.
Die Behandlungszeit dauert in der Regel 10 Tage

Leider liegen hierzu nur wenige klinischen Studien vor. Jedoch wird berichtet, dass hiermit gute Erfolge erzielbar sind (siehe Studien unten).

Durch die Lysierung (Auflösung) der Bakterien entstehen Endotoxine. Endotoxine sind Bruchstücke der lysierten Bakterien. Die Anwesenheit dieser Endotoxine veranlassen den Körper das natürliche Abwehrsystem des Körpers zu aktivieren der diese Endotoxine abbaut. Die Aktivierung des Immunsystems kann zu einer höheren Beanspruchung des Körpers führen.

Auf jeden Fall sollte eine Phagentherapie unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden.

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